Taiko und KI

Lebensenergie in Bewegung – im Taiko und im Alltag

Beate Hundsdörfer an der Odaiko

Workshop Taiko und KI
25./26. Februar 2017

für Leute mit Erfahrung in Ki-Training oder Taiko

mit Elias Teshome, KI-Trainer aus Köln
und Beate Hundsdörfer, Taiko-Connection

in Berlin-Tempelhof (Ullsteinstraße)

Samstag 11:00 bis 17:00 Uhr
(inkl. einer langen Pause zum Essen- oder Spazierengehen)

Sonntag 11:00 bis 15:00 Uhr
(inkl. kurzer Pausen)

Veranstaltungsort:
Limelight Music Factory
Berlin-Tempelhof
Lageplan und Anfahrt »
Die Teilnahmegebühr für beide Tage beträgt 120,- € (inkl. 19% USt.).

Auf Nachfrage erstelle ich gern eine Teilnahmebescheinigung für das Finanzamt.

Sie brauchen zur Anmeldung noch nichts zu überweisen. Wenn Sie sich anmelden, erhalten Sie von mir eine E-Mail, ob noch Plätze frei sind. Falls ja, schicke ich Ihnen meine Kontoverbindung und bitte um Überweisung entweder des gesamten Betrages oder einer Anzahlung

Anmeldung bitte an Beate unter:
Fon: 0177-3720979
E-Mail: info@taiko-connection.de

Widerstand ist zwecklos

Maximale körperliche und geistige Anstrengung führt nicht unbedingt zu optimalen Ergebnissen. Das lässt sich nicht nur im Alltag feststellen, sondern auch – sehr anschaulich – im Taiko und in K.I.-Übungen.

Am stärksten und wirkungsvollsten ist man – sowohl im Alltag als auch im Taiko – wenn es gelingt, frei und offen im Moment zu sein und mit Selbstvertrauen der jeweiligen Bewegung zu folgen.

Klingt einfach, ist es aber offenbar nicht, sonst gäbe es viel mehr Menschen, denen das gelingt.

Wirkung ist eine Folge der inneren Haltung

Aufgrund von Erfahrungen bilden wir Glaubenssätze, die unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. Und das wiederum bestimmt den Verlauf unseres Lebens.

Wer etwas verändern möchte, sollte daher bei den Erfahrungen ansetzen.

In diesem Sinne ist unser Workshop eine Einladung, …

neue, andere, vielleicht sogar überraschende Erfahrungen zu machen… die wiederum den Alltag verändern können.

Dazu kombinieren wir zwei Komponenten:

1. K.I.-Übungen –
Am Widerstand wachsen

KI, Qi, Chi steht im asiatischen Raum u.a. für Lebensenergie und findet als Begriff auch in verschiedenen Heil- und Kampfkünsten Verwendung, z.B. im Tai Chi oder Aikido.

Wir beziehen uns hier auf den Begriff K.I. – KörperIntelligenz, den Karl Grunick prägte. K.I. steht hier für vollkommene Präsenz im Körper sowie für absichtsloses Handeln und authentisches Sein. „Im KI zu sein” ist vergleichbar mit Prinzipien wie z.B. Wu-Wei (nicht tun) aus dem Taoismus oder ZEN.

K.I.-Übungen sind keine festgelegten Übungsabläufe, wie man sie z.B. aus der Kampfkunst oder dem Yoga kennt. Sie werden mit und ohne Partner ausgeführt und erfordern keinerlei sportliches Können.

Ziel ist es, aktive Wahrnehmung und bewusstes Handeln zu schulen, die eigenen Grenzen zu erweitern, Blockaden in Alltagssituationen zu lösen, mehr Leichtigkeit und Fluss in die eigenen Bewegungen zu bringen, um bewusster und müheloser durchs Leben zu gehen.

2. Taikotrommeln –
Schlag für Schlag in seine Kraft kommen

Durch Taiko kann man schnell und spielerisch mit sich in Kontakt kommen, die eigenen Fähigkeiten und Begrenzungen erkennen und daran arbeiten.

Das Schlagen der riesigen Holztrommeln erzeugt gewaltige Schwingungen und setzt Energien frei – innen und außen.

Ziel meines Unterrichts ist nicht – wie viele vermuten – körperliche Fitness und das fehlerfreie Vortragen möglichst vieler komplexer Stücke, sondern die Entwicklung innerer Qualitäten.

So ist beispielsweise für jeden sofort erfahrbar, dass man mit Muskelkraft, maximaler Anspannung und Anstrengung nicht viel erreicht. Ein kraftvolles, lautes oder auch schnelles Schlagen der Trommeln erfordert vielmehr Offenheit und Durchlässigkeit, Beweglichkeit und Selbstvertrauen. Es erfordert eben, „im KI zu sein”.

Das schöne am Taiko ist, dass man spielerisch Schlag um Schlag erkunden kann, was zu Veränderungen führt – bis zu 160 Mal in der Minute. Der Widerstand der Trommel hilft, sich und sein Tun zu spüren und spielerisch zu verändern – sofort und ganz praktisch.

Ablauf im Workshop

Innerhalb der Workshops werden wir uns abwechselnd den K.I.-Übungen und dem Taiko widmen.

Die Erfahrungen aus den Übungen können den eigenen Horizont sehr schnell erweitern.

20160807_122103_Birken_ReiheTaiko Connection Center - Odaiko und Miya Daiko senkrecht

Ein starkes Team

Elias Teshome

Elias Teshome

KI-Trainer aus Köln und Schüler von Karl Grunick. Leitet regelmäßig KI-Trainings in Köln und führt Workshops für Interessierte durch.
http://kikoeln.de

Beate Hundsdörfer

Beate Hundsdörfer - Taikotrommlerin in Berlin

Ich schlage Taiko-Trommeln seit 2004 und bin Gründerin und Leiterin von Taiko Connection Berlin.

 

Die Essenz des Taiko

Das rhythmische Schlagen großer Trommeln erzeugt gewaltige Schwingungen und setzt Energien frei – innen und außen. Genau diese Erfahrung weckte vor mehr als 20 Jahren mein Interesse an Trommeln.

Musik hatte mich nie interessiert – bis die Power von 17 Franzosen, die mit 100% Einsatz völlig synchron pure Rhythmen auf Ölfässern schlugen, in mir einen unglaublichen Energieschub auslöste. Geballte Lebensfreude rauschte ungebremst durch mich hindurch – stundenlang. Toll!

Seitdem beschäftigt mich die Energie hinter den Schlägen, die so viel freizusetzen vermag. Was war passiert und wie konnte man das reproduzieren?

Die Antwort darauf fand ich letztendlich im Taiko und in japanischen Kampfkünsten.

Während Musiker nie nachvollziehen konnten, was ich suchte, war es für Yogalehrer und Kampfkunsterfahrene völlig klar, was mich antrieb – die Suche nach dem „KI”, nach dem Einssein mit sich und seinem Tun in der Bewegung.

So führte mich mein Weg unter anderem zu KI-Seminaren mit Karl Grunick in Bonn, Leipzig, Neustadt an der Saale, Berlin etc.. Dort traf ich mehrfach Elias, der mit viel Freude dabei war, mit immer neuen Übungen experimentierte und dem man nicht zu erklären brauchte, was Taiko mit Ki zu tun hat.

So wurde die Idee geboren, in einem gemeinsamen Workshop K.I.-Übungen und Taiko zu kombinieren und so einen neuen spannenden Erfahrungsraum zu schaffen.

„The essence of taiko is not only the skillful playing of percussion instruments (…) It is also the ultimate challenge of reaching the point of unity of the drummer’s spirit with the drum.”

„KI is the life energy that must flow from the performer to the drum. Another important concept is I or mindfulness/ consciousness. Both I and KI must come together for taiko to have life and expression.”

Zitate von Grandmaster Seiichi Tanaka
Er gründete 1968 das San Francisco Taiko Dojo und legte damit die Basis für Hunderte von Taikogruppen in Nordamerika, mittlerweile sogar weltweit.